Mittwoch, 6. Mai 2015

Klößchen gegen Midlife Crisis...

Haben Frauen eine Midlife crisis? Ich fürchte schon. Irgendwie. Ich hoffe es gilt hier die gleiche Regel wie beim Schnupfen: Kommt ´ne Woche, geht ´ne Woche. Vorsorglich - und weil ich mich eben nur mit der Behandlung von Schnupfen auskenne - habe ich eine Grießklößchensuppe gekocht. Erstmals mit selbstgemachten Klößchen, das hilft sicher noch bedeutend besser. Bisher gab es die nur aus der Tüte...
Folgendermaßen gemacht und mit völliger Begeisterung gegessen:
Auf 1 Ei
kommen 100g Grieß
und 50g Butter.
Muskat und Salz.
Butter schmelzen, Grieß einrühren, Ei unterrühren, kalt stellen, Nocken abstechen.
10 min in der Suppe gar ziehen lassen.
Hmmmm...
Landgemüse dazu. Fertig.
Hilft.




Sonntag, 12. April 2015

Ostern und die Ankunft des Frühjahrs

Ich habe einen Spruch in meinem Kopf, von wem auch immer er ist. Das Beste am Frühling sei, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht. Ich brauche ihn. Ganz dringend. Es ist als gäbe es zwei Ichs, eins an sonnigen und eines an schlechten Tagen. Mein Frühlingsich ist soviel angenehmer, dass ich mir und meiner Umwelt nur wünschen kann es würde sich von nun an wieder öfter zeigen.
Und so sieht es aus wenn ins Haus Sonnenspross die Sonne scheint. Wenn wir draußen sind und arbeiten. Wenn wir feiern und den Frühling willkommen heißen. Mehr davon! Mehr!










Montag, 9. März 2015

Fensterbild: Ich bau ´ne Stadt für dich...

Ich zeichne wahnsinnig gerne. Und ich bin ein Architekturjunkie, eine verhinderte Architektin. Also zeichne ich manchmal Traumhäuser einfach für mich. Zum Runterkommen. Stundenlang Grundrisse und Möbel und Treppen. Neulich habe ich aus einer ganz vereinfachten Fassadenzeichnung ein Fensterbild gebastelt. Ein wenig auch als Sichtschutz. Es stellt einen Haufen Fantasiegebäude in verschiedenen Stilrichtungen da. Und ich mag es. Die anderen glücklicherweise auch. Besonders jetzt wo die Frühjahrssonnne endlich durchscheint! Yippieh!
Dazu - also zum Basteln - gucke ich übrigens solche Dokus. Sie sind einfach wunderbar, Dieter Wieland zeigt wieviel Ruhe und Besonnenheit es verlangt, ein passendes Heim zu schaffen und wie wenig das Ganze mit dem Konsum und der Besessenheit von scheinbarer Modernität zu tun hat.













Das Kind war soob brav während der Bastelei. Er sitzt mittlerweile so selten im Stall und scheint es fast zu genießen dort in Ruhe mit den Sachen zu spielen die immer dort drin liegen. So komme ich gaaaanz ab und an auch mal zum Werkeln wenn er nicht schläft...

Sonntag, 1. März 2015

Mini-Wimpelgirlande

Ich weiß gar nicht, ob der Trend "Wimpelgirlande" längst vorüber ist oder ob immer noch alle verrückt nach den Dingern sind. Wie mit allen Trends, hinke ich wohl wieder mal hinterher und stehe gerade drauf. Da ich aber so ekelhaft selten zum nähen komme, habe ich einfach eine aus Papier gebastelt, was circa 3 Minuten dauert und wirklich gar nicht mal schlecht aussieht. Wenn man mehr als einen Meter entfernt steht sieht man gar nicht, dass es Papier ist. Aus einem Block gemusterter Tonpapierbögen den es kürzlich beim Supermarkt im Wochenangebot gab, habe ich passend zu unseren Wohnzimmerfarben die gelben Bögen ausgewählt. Ich habe einen etwa 10cm hohen Streifen abgeschnitten und mit dem Lineal zickzackmäßig eingeteilt und dann die ausgeschnittenen Dreieck mit Tesafilm um eine Schnur aus Bast geklebt - wobei natürlich nur ein ganz schmaler Rand Klebestreifen auf der Vorderseite ist, so dass es bei Licheinfall nicht so glänzt.
Das Ganze hängt nun zwischen zwei Kallax Regalen über meinem Sekretär, so dass ich an meinem Arbeitsplatz wie an einem Marktstand sitze. Das Kind lacht sich jedenfalls kaputt wenn mein Kopf hinter den weißen Möbeln erscheint und ich habe mir auch schon ein Buch über Puppentheater zugelegt. Ich sage nur: Kino war gestern!
Mehr davon wenn unser Wohnzimmer weiter gediehen ist.....
Schönen Sonntag allerseits!





Freitag, 27. Februar 2015

Das rote Salöngchen

Weiter geht es in unsrem Häuschen. Seit gestern wirklich fertig ist unser kleines Wohnzimmer, das wir "dat Salöngchen" nennen.
Ein Wohnzimmer ohne Fernseher war immer mein Traum. Weil ich ihn nämlich viel zu oft anmache, wenn er schon da steht. Unser neues Heim hat zwei Kinderzimmer und wir nur ein Kind. Ha! Da bot es sich an ein Lesezimmer zu machen. Ein Zimmer das ohne Schreibtische und ohne Unordnung auskommt, wo keine Computer und keinerlei Monitor die Ruhe stören. Naja fast ohne Unordnung - gespielt wird schließlich irgendwie überall... Eine Art Erwachsenenwohnzimmer, ein Rückzugsort. Mit all den alten Dingen die ich so mag. Es liegt gleich neben dem Eingang und ist somit auch eine Art Besucherzimmer. weil ich so zufrieden damit bin und es wirklich vorzeigbar ist, zeige ich es auch ganz.
Ich bin hier so gerne und es ist zumindest ein kleiner Ersatz dafür, dass ich auf mein englisches Landhaus noch ein paar Jahre warten muss. (Ich habe bereits vor längerer Zeit entschieden, dass unser Kind ins englische Königshaus einheiraten soll. Da wird man ja sicher ein kleines Anwesen bekommen um Besuche bei Hofe zu machen.Man muss ja Ziele haben im Leben...)








Und die Bauklötze, die stören gar nicht wirklich. Im Gegenteil. So kann ich dem kleinen Sonnenspross schon mal grob vorbauen, wie ich mir das mit dem englischen Landhaus so vorstelle. Mit Türmchen versteht sich!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Küchenzeilen

Guten Tag allerseits! 
In unserem Häuschen spielt sich der Großteil des Lebens in der Wohnküche ab. Darum sieht es hier nie wie im Katalog aus, eher schon wie auf einem Schlachtfeld. Der vernünftige Teil von mir findet das goldrichtig, der ästhetikfixierte Teil mäkelt immer wieder an dieser Tatsache herum. Fakt ist aber, dass hier gleichzeitig Spiel- Wohn- Ess- und natürlich Koch- und Backraum ist und dass nunmal Späne fallen wo gehobelt wird. Unter anderem darum hat das Kind nun einen kleinen Putzkorb mit Besen, Bürste und Tuch und zieht regelmäßig damit los um auf seine ganz eigene Weise zu reinigen. Was in seinem Falle bedeutet, den Dreck so kunstvoll zu verteilen, dass er kaum noch auffällt.
Was er wohl auch von mir geerbt hat ist seine Liebe zum Trödeln. In einem Umsonstladen hat er sein erstes eigenes Stück ertrödelt. Einen Teller mit Gesicht, in den er sich sofort verliebt hat und dem er bereits im Laden auf dem Boden sitzend lange Geschichten erzählt hat. Auf dem letzten Bild seht ihr, wie das Frühstück allmorgendlich mit dem Tellerkopf geteilt wird. Insgesamt bin ich jedenfalls sehr zufrieden mit diesem ersten Trödelfund. Der Tellerkopf ist ein freundlicher, nützlicher Geselle mit pflegeleichter Frisur und darf gerne hier bleiben. Falls das Kind ihn nicht zu schnell ruiniert. Gestern mussten wei meiner Lieblingstassen dran glauben. Naja. Vielleicht wollte der kleine Sonnenspross ja nur Gründe schaffen nochmal zum Trödelmarkt zu fahren.......







Freitag, 20. Februar 2015

Auf der Suche nach Regeln



Ich stehe auf das geschriebene Wort. Schon in meiner Studentenbude hingen Songtexte an den Wänden, im Kinderzimmer habe ich Gedichte auf schönes Papier gepaust. Ich war letztens auf der Suche nach einem dieser gerade so modernen Plakate mit gedruckten Regeln oder Hausordnungen. Ich musste feststellen, dass es nix gibt, das so einhundertprozentig passte. Zu lang, zu kurz, zu schwulstig, zu lustig zu ernst....Und da dachte ich mir, schreib ich meine eigenen für meinen Kleinen. Es ist - wie soll ich es sagen - gaaaanz entscheidend viel kitschiger geworden als geplant... Aber so ist es nun eben und es ist gut und jetzt muss ich sie nur noch schön schreiben und illustrieren. NUR NOCH. Haha.
(Man kommt zu verhältnismäßig wenig außer dem normalen Alltagswahnsinn, wenn ein gewisses Norovirus die Beinchen unter den Küchentisch steckt. Schön zeitversetzt mal bei diesem mal bei jenem. Aber es wird schon werden.)
Also. Here we go:


Sei freundlich.
Stehe mit beiden Füßen fest auf dem Boden.
Heb ab und zu auch mal ab.
Lies gute Bücher.
Wenn du etwas wirklich willst, dann gib Dein Bestes.
Verschwende keinen Gedanken an Perfektion. Den Göttern sei Dank - es gibt sie nicht.
Gehe regelmäßig durch den Wald und höre ihm zu.
Blicke demütig auf dein Leben und erkenne Dein großes Glück.
Blinzele in die Sonne und bestell Dir noch ein Eis.
Urteile nicht vorschnell. Verständnis braucht Zeit.
Erkenne die Schönheit des Andersseins.
Such Dir Verbündete.
Lerne Kochen, Liebe geht durch den Magen!
Hadere nie mit Deinem Schicksal. Aber fordere es ab und an heraus.
Zieh Dich warm an und geh raus. Es gibt kein schlechtes Wetter.
Übe Geduld mit Dir und mit Anderen. 
Hilf Raupen über die Straße - und Kröten auch!
Lerne zu verzeihen. So schläft es sich viel besser.
Verwende immer mehr Engergie darauf Dinge zu ändern, als über sie zu klagen.
Tschakka, Du kannst das!
Verbringe viel Zeit mit lieben Menschen.
Verbringe ausreichend Zeit mit Dir selbst.
Niemals Gewalt!
Tanze wann immer sich die Gelegenheit bietet.
Es ist egal was du trägst, Hauptsache du kombinierst es mit einem Lächeln im Gesicht!
Es steht Dir soo gut!
Sei zuversichtlich und mache immer den nächsten Schritt. Nur so geht es voran.
Musik hilft beim Traurigsein. Und überhaupt bei allem.
Betrachte nichts als selbstverständlich, aber alles als möglich.
Sei gut zu unserer Erde.
Reise, um sie etwas besser kennen zu lernen.
Setze mutig die Segel - nur wo der rauhe Wind pfeift warten die schönsten Abenteuer!
Vergiss nie wo Dein Hafen ist.
Kehre zurück wann immer Dir danach ist.