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Donnerstag, 3. Juli 2014

Ich wiiiiill Veggie-Burger!

Oh Mann, ich hatte solche Lust auf Burger. Und das natürlich eine Woche nachdem ich beschlossen habe, - nein, wir beschlossen haben - zuhause kein Fleisch mehr zu kochen. Weil mir aufgefallen ist, dass wir vor allem die "Es-muss-schnell-gehen-Gerichte" mit Fleisch machen und nur eine Hand voll Male im Jahr richtig gutes Fleisch machen. Und da wir also sowieso keinen gesteigerten Wert auf Fleisch legen und obwohl wir trotzdem keine Vegetarier sind haben wir uns also vorgenommen, Fleisch bewusster zu essen. Eben wenn man im Restaurant mal ein richtig gutes Rumpsteak bestellt oder bei Muttern Rouladen isst. Wenn man so richtig Lust drauf hat. Ich möchte nicht auf tierische Produkte verzichten, ich empfinde tierische Nahrung als wichtigen Teil meiner Ernährung, aber das Ganze darf in Zukunft einfach etwas vernünftiger durchdacht sein. Für Wurst aufs Brot, Fleischkäse zum Puree, Salamipizza, Bolognese.... für all das gibt es ja nun wirklich wunderbare vegetarische Alternativen. Und die werden ab jetzt einfach standardmäßig eingeführt. Achja, und Fisch gibt es auch. Das heißt so ganz vegetarisch ist der Haushalt doch nicht...

Ja und nun gab es also Grünkern-Gemüse-Burger.
Ich habe eine Mischung für Grünkernfrikadellen gekauft, gehackte Tomaten, Champignons und Frühlingszwiebeln mit untergemengt.
Vegane Brötchen sind auch fertig gekauft.
Für den Belag  außerdem: Eingelegte Gurken, Tomatenscheiben, Käse, frische Basilikumblätter, Tomatensauce, Senf, Chiligewürz, Salanova Salatblätter und das Beste: ein Spiegelei.
Zusammenklappen, Mund aufsperren, zubeißen, "hmmmmmm" sagen!
Soooo viel besser als billige Hackfleisch-Taler! Ganz ehrlich.
Wenn ich nur die Bilder sehe könnt ich ja gleich schon wieder.....


Freitag, 19. Oktober 2012

Wo sind all die Tiere hin?


Wie ist das eigentlich mit dem Bio-Fleisch? 

Ehrlich? Nicht so besonders schön! Gesünder für den Esser ist es nicht unbedingt, das sollte man wissen. Gut versorgt sind wir auch, wenn wir Nicht-Bio- Produkte essen. Aber die Umwelt und die Tiere, wie steht es um die?  Die EU Richtlinien für die bessere Haltung der Tiere - um ihrer selbst Willen und für eine umweltschonendere Produktion - sind um ehrlich zu sein doch relativ lasch. Es gibt gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Güte-Siegeln. Manche sind strenger als die geltenden EU Gesetze, besonders Demeter Qualität bedeutet tatsächlich eine kleinere Anzahl von Tieren auf einem Stück Land. Und das wirkt sich eben sowohl auf das WOhl der Tiere, als auch auf die CO2 Menge aus.
Zugegeben, ein Tier wie dieses Schäfchen auf dem Foto, eines das im englischen Nationalpark sein Leben fristet, ein paar Kräuter frisst und irgendwann in Richtung des Dorfes getrieben wird, habe ich mir nicht erwartet. Aber wenn ich schon beginne mich zu interessieren, über Bio zu sprechen, dann sollte der Unterschied zu konventionell produziertem Fleisch doch wenigstens etwas offensichtlicher sein. Hm. Wie Bio können denn die Tonnen von Fleisch sein, aus denen Tortellini-Füllungen für große Bio-Supermarkt-Ketten und Bio-Tiefkühlburger gemacht werden?  Sollte ich selber nach den Dingen schauen, statt nach dem gewissensberuhigenden Biosiegel?
Vielleicht muss ich nochmal ein Lunchpaket in meine Jutetasche packen und einmal in der eigenen Umgebung und ganz direkt nachforschen?
Darum ist das BisschenBio dieser Woche definitiv eine Lauf- und Fleißaufgabe:
Für die kommenden Tage gilt: Suchen, spazieren und fragen. Nach glücklichen Hühnern, auf Wiesen grasenden Rindern, dem Schäfer der in dieser Gegend umherzieht, Imkern und anderen Lebensmittelproduzenten in meinem allernächsten Umfeld. Was sich wohl finden lässt? Und was nicht? Ich bin gespannt...

Freitag, 12. Oktober 2012

Keine Kunststoffverpackungen mehr: Ich mach mir die Taschen voll

Die Hauptfiguren:


Für mein Vorhaben BisschenBio am Freitag habe ich mir diese Woche etwas ganz Praktisches ausgedacht.
Ich arbeite einige Tage in der Woche in einem Stadtzentrum, esse also mittags oftmals dort. Während ich also bisher immer gesagt habe: "Einmal den gebratenen Reis zum Mitnehmen, bitte", sage ich ab nun: "Einmal den Reis zum Mitnehmen bitte. Aber füllen Sie mir die Portion bitte in diese Schüssel!"
Keine Styroporboxen oder Becher mehr!
Neben der Jutetasche, die mir bereits seit Monaten die Plastiktüten der Supermärkte und Geschäfte ersetzt, befinden sich in meiner Handtasche (in der wahrscheinlich ganze Galaxien Platz hätten) nun auch noch eine Plastikschüssel mit Deckel, die für Mikrowellen und Gefrierschrank geeignet ist. Also kaufen, mitnehmen, aufwärmen, spülen, wieder einpacken.
Außerdem: Keine Einwegflaschen mehr!
Ab jetzt wird auch außer Haus (denn zu Hause kaufe ich ohnehin nur Getränke in wiederverwendbaren Glasflaschen) kein Getränk mehr in der 25 Cent Pfandflasche kaufen, sondern nur noch in Glas- oder eben 15 Cent Hartplastikflaschen. Die werden nämlich mehrfach wiedergenutzt und das gilt es zu fördern.
Alles drei, Tasche, Schüssel und Flaschen sind gut umsetzbare Regeln. Ohne bedeutenden Mehraufwand und mit großem Nutzen für Mama Natur. Ich überlege, ob ich auch noch einen Thermokaffeebecher in die Handtasche werfe. Das wäre seeeehr gut. Aber meiner ist glaub ich undicht und dann hätte ich immer Kaffeesuddelreste in meiner Tasche....
Ich gelobe, es am Montag zumindest zu testen. Obwohl ich mir wahrscheinlich nur alle 2 Wochen überhaupt Kaffee ToGo an der Ecke hole......
Wie dem auch sei: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
Schönen Abend!

Freitag, 5. Oktober 2012

Bisschen Bio? Heute mit ökologischen Putzmitteln



Ich muss zugeben, dass diese Woche recht voll gepackt war. Darum gab es nur in Sachen Einkäufe bisschen Bio zu verbuchen. Neben Gemüse vom Bauern um die Ecke, also regionaler und saisonaler Kost, habe ich noch einiges für Küche und Bad erstanden, das sicher besser ist als die jeweiligen Vorgängerprodukte.

Statt Plastikbürsten, Plastikschwamm und fragwürdigem Dufte-Spülmittel........



Gibt es ab jetzt Spüli aus einer Ökofabrik und in einer "grünen Flasche" (was es alles gibt!) Alles 100% recyclebar. Auch die neuen Schwammtücher. Das grüne Tuch ist einfach waschbar und daher dauerhaft verwendbar. Außerdem habe ich mich eeeeendlich durchgerungen und Waschnüsse gekauft. Ich weiß gar nicht warum ich mich so lange geziert habe. Schließlich sind natürliche Tenside doch eine echt feine Sache! Und noch ein bisschen unbedenkliche Erdbeerseife zum Umfilzen. Sollte man immer im Haus haben.
Zu eigenen Reinigung gab es Deo ohne Plastikdose, komische Pressgas und künstliche Parfümstoffe (zugegeben, es riecht nicht so attraktiv wie "Pfirsich-Kisch-Traum-Prinzessin" oder wie diese Deos einer berühmten Dorgeriemarktkette sich so klangvoll schimpfen. Aber man hat wenigstens eine Ahnung, was man sich da aufsprüht...) und dann noch vegane Haarkur und einen freundlichen Nachfüllpack für den unfreundlichen Handseifenspender. Auf das "Vegan"-Siegel und die Freiheit von künstlichen Zusatzstoffen und Silikonen werde ich jetzt definitiv immer achten. Fällt nicht schwer und macht durchaus Sinn.
Jaja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.....


So, und morgen wird gekocht. Mit den heute eingekauften Zutaten. Gulasch, Kürbis und Schokosoufflee. Rezepte werden nachgereicht! Schönen Abend!


Freitag, 28. September 2012

BisschenBio am Freitag

Ein BisschenBio sind wir doch alle, oder?



Und ab jetzt wird der Freitag der Tag sein, an dem ich 20 Minuten darauf verwende, meine Wohnung, mich und meine Angewohnheiten unter die Lupe zu nehmen und ein bisschen besser zu machen. Mein aktueller Lesestoff beflügelt mich gerade dazu und ich werde versuchen jede Woche einen Baby-Step zu machen. Bestimmt lassen sich viele Sachen auch mit DIY Ideen verknüpfen!


Ich freue mich schon und habe den heutigen Tag genutzt um ein Brainstorming zu machen und auch einiges im Internet zu recherchieren. Ich fürchte, dass man ganz schön aufpassen muss und dass es genau wie bei den teils fragwürdigen Bio-Lebensmitteln auch im Bereich Haushalt einige zwielichtige Produkte gibt. Also immer genau hinschauen, Inhaltsstoffe durchlesen und recherchieren. Es finden sich sicher auch gute neue Rezepte für eigens hergestellte Mittelchen. Hier meine Liste für die ersten Umstellungen:



Donnerstag, 27. September 2012

Schwarz und weiß und umweltfreundlich - Meine erste Blog-Buchempfehlung

Ich bin einer dieser schwarz-weißen Menschen. Nicht in Sachen Kleidung, sondern in Sachen Einstellung. Und ich bin nicht stolz darauf! Nicht, dass ich zu allem eine Meinung hätte, im Gegenteil. Ich scheue mich gar nicht verlauten zu lassen, dass ich von einem Thema leider viel zu wenig Ahnung habe um in guter alter Stammtischmanier mitzudiskutieren. Oder auch mal anzumerken, dass es wahrscheinlich keine einfache Lösung a la "also ich würde da ja einfach mal..." zu geben scheint, wenn ein Thema komplex ist und tausende kluge Köpfe scheinbar noch keine Lösung gefunden haben. Aber innerlich bin ich eben schwarz weiß. Wenn ich einmal eine Meinung habe, dann ist die oftmals bombenfest und ich liebe etwas oder jemanden oder er/es hat gründlich verkackt (sorry). Prinzipienreiten führt aber leider auch zu extremem Unmut beim eigenen Scheitern. Auf der anderen Seite bedeutet die Zweifarbigkeit unermüdlichen Einsatz für eine Sache, sobald sie denn für gut befunden wurde.
Worauf ich hinaus will? Ich finde Umweltschutz toll. Und ich mache zu wenig dafür. Klar, wie die meisten. Ich stehe aber zum Beispiel auf Altes und Selbstgemachtes weil es nachhaltiger ist, weil es freundlicher ist für die Umwelt. Weil während des Suchens und Trödelns oder während des Machens unsere Gedanken darum kreisen und wir viel bewusster den Wert und die Notwendigkeit  überdenken und wahrnehmen. Und weil wir es anschließend so viel lieber haben als irgendetwas, dass wir viel zu billig oder auch viel zu teuer und schlecht gemacht im Vorbeigehen erstehen oder uns von Werbung aufdrängen lassen.
So. Die Crux an der Sache? Wenn ich über Umweltschutz nachzudenken versuche und über Waschnüsse, regionale Metzgereien und saisonale Ernährung sinniere dann sehe ich den Sinn vieler Verzichte und Umstellungen ein, möchte gerne alles auf einmal verändern und scheitere natürlich noch am ersten Tag. Eben top oder flop, weiß oder schwarz. Und nun, tataaa:



Nun fiel mir also das Buch von Vanessa Farquharson in die Hände, die ein Jahr lang Tagebuch führt über die kleinen und großen Lebensumstellungen hin zu mehr Umweltfreundlichkeit. Mit viel Witz, ohne erhobenen Zeigefinger und mit Mut zum Scheitern. Gar nicht schwarz und weiß sondern sehr bunt, mit aufs und abs und wahnsinnig unterhaltsam. Es finden sich nachahmenswerte und zu vernachlässigende Tipps, amüsante Alltagsbeschreibungen und natürlich Passagen, die für uns eher "kulturwissenschaftliche Beobachtungen" sind. Wir Mitteleuropäer, die wir natürlich weniger Hirnschmalz darauf verwenden müssen, über energiesparende Wohnungs-Klima-Anlagen zu grübeln oder denen die Mülltrennung so leicht gemacht wird. Trotz dieser Unterschiede zu unserer Lebensrealität oder gerade deswegen liest sich das Buch ganz wunderbar! Es ist sehr erfrischend sein eigenes Verhalten zu überdenken, in Kontext zu setzen mit unserem kulturellen Umfeld und unserem Aufwachsen. Und weniger streng zu sein, sondern sich vielmehr zu loben für den Beginn der Veränderungen, für das Nachdenken, kleine Schritte... Und dann auch einmal lachen zu können wenn etwas in die Hose geht, schwer fällt, oder wenn Vanessas Katze Sophie auf den Teppich kotzt und die Arme sich leider nicht überwinden kann die Schweinerei anders zu beseitigen als mit umweltfeindlicher Küchenrolle.
Also, falls ihr nach Lektüre sucht.....
(Vanessa Farquharson, Nackt schlafen ist bio. Bastei Lübbe, 2011.)