Sonntag, 1. März 2015

Mini-Wimpelgirlande

Ich weiß gar nicht, ob der Trend "Wimpelgirlande" längst vorüber ist oder ob immer noch alle verrückt nach den Dingern sind. Wie mit allen Trends, hinke ich wohl wieder mal hinterher und stehe gerade drauf. Da ich aber so ekelhaft selten zum nähen komme, habe ich einfach eine aus Papier gebastelt, was circa 3 Minuten dauert und wirklich gar nicht mal schlecht aussieht. Wenn man mehr als einen Meter entfernt steht sieht man gar nicht, dass es Papier ist. Aus einem Block gemusterter Tonpapierbögen den es kürzlich beim Supermarkt im Wochenangebot gab, habe ich passend zu unseren Wohnzimmerfarben die gelben Bögen ausgewählt. Ich habe einen etwa 10cm hohen Streifen abgeschnitten und mit dem Lineal zickzackmäßig eingeteilt und dann die ausgeschnittenen Dreieck mit Tesafilm um eine Schnur aus Bast geklebt - wobei natürlich nur ein ganz schmaler Rand Klebestreifen auf der Vorderseite ist, so dass es bei Licheinfall nicht so glänzt.
Das Ganze hängt nun zwischen zwei Kallax Regalen über meinem Sekretär, so dass ich an meinem Arbeitsplatz wie an einem Marktstand sitze. Das Kind lacht sich jedenfalls kaputt wenn mein Kopf hinter den weißen Möbeln erscheint und ich habe mir auch schon ein Buch über Puppentheater zugelegt. Ich sage nur: Kino war gestern!
Mehr davon wenn unser Wohnzimmer weiter gediehen ist.....
Schönen Sonntag allerseits!





Freitag, 27. Februar 2015

Das rote Salöngchen

Weiter geht es in unsrem Häuschen. Seit gestern wirklich fertig ist unser kleines Wohnzimmer, das wir "dat Salöngchen" nennen.
Ein Wohnzimmer ohne Fernseher war immer mein Traum. Weil ich ihn nämlich viel zu oft anmache, wenn er schon da steht. Unser neues Heim hat zwei Kinderzimmer und wir nur ein Kind. Ha! Da bot es sich an ein Lesezimmer zu machen. Ein Zimmer das ohne Schreibtische und ohne Unordnung auskommt, wo keine Computer und keinerlei Monitor die Ruhe stören. Naja fast ohne Unordnung - gespielt wird schließlich irgendwie überall... Eine Art Erwachsenenwohnzimmer, ein Rückzugsort. Mit all den alten Dingen die ich so mag. Es liegt gleich neben dem Eingang und ist somit auch eine Art Besucherzimmer. weil ich so zufrieden damit bin und es wirklich vorzeigbar ist, zeige ich es auch ganz.
Ich bin hier so gerne und es ist zumindest ein kleiner Ersatz dafür, dass ich auf mein englisches Landhaus noch ein paar Jahre warten muss. (Ich habe bereits vor längerer Zeit entschieden, dass unser Kind ins englische Königshaus einheiraten soll. Da wird man ja sicher ein kleines Anwesen bekommen um Besuche bei Hofe zu machen.Man muss ja Ziele haben im Leben...)








Und die Bauklötze, die stören gar nicht wirklich. Im Gegenteil. So kann ich dem kleinen Sonnenspross schon mal grob vorbauen, wie ich mir das mit dem englischen Landhaus so vorstelle. Mit Türmchen versteht sich!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Küchenzeilen

Guten Tag allerseits! 
In unserem Häuschen spielt sich der Großteil des Lebens in der Wohnküche ab. Darum sieht es hier nie wie im Katalog aus, eher schon wie auf einem Schlachtfeld. Der vernünftige Teil von mir findet das goldrichtig, der ästhetikfixierte Teil mäkelt immer wieder an dieser Tatsache herum. Fakt ist aber, dass hier gleichzeitig Spiel- Wohn- Ess- und natürlich Koch- und Backraum ist und dass nunmal Späne fallen wo gehobelt wird. Unter anderem darum hat das Kind nun einen kleinen Putzkorb mit Besen, Bürste und Tuch und zieht regelmäßig damit los um auf seine ganz eigene Weise zu reinigen. Was in seinem Falle bedeutet, den Dreck so kunstvoll zu verteilen, dass er kaum noch auffällt.
Was er wohl auch von mir geerbt hat ist seine Liebe zum Trödeln. In einem Umsonstladen hat er sein erstes eigenes Stück ertrödelt. Einen Teller mit Gesicht, in den er sich sofort verliebt hat und dem er bereits im Laden auf dem Boden sitzend lange Geschichten erzählt hat. Auf dem letzten Bild seht ihr, wie das Frühstück allmorgendlich mit dem Tellerkopf geteilt wird. Insgesamt bin ich jedenfalls sehr zufrieden mit diesem ersten Trödelfund. Der Tellerkopf ist ein freundlicher, nützlicher Geselle mit pflegeleichter Frisur und darf gerne hier bleiben. Falls das Kind ihn nicht zu schnell ruiniert. Gestern mussten wei meiner Lieblingstassen dran glauben. Naja. Vielleicht wollte der kleine Sonnenspross ja nur Gründe schaffen nochmal zum Trödelmarkt zu fahren.......







Freitag, 20. Februar 2015

Auf der Suche nach Regeln



Ich stehe auf das geschriebene Wort. Schon in meiner Studentenbude hingen Songtexte an den Wänden, im Kinderzimmer habe ich Gedichte auf schönes Papier gepaust. Ich war letztens auf der Suche nach einem dieser gerade so modernen Plakate mit gedruckten Regeln oder Hausordnungen. Ich musste feststellen, dass es nix gibt, das so einhundertprozentig passte. Zu lang, zu kurz, zu schwulstig, zu lustig zu ernst....Und da dachte ich mir, schreib ich meine eigenen für meinen Kleinen. Es ist - wie soll ich es sagen - gaaaanz entscheidend viel kitschiger geworden als geplant... Aber so ist es nun eben und es ist gut und jetzt muss ich sie nur noch schön schreiben und illustrieren. NUR NOCH. Haha.
(Man kommt zu verhältnismäßig wenig außer dem normalen Alltagswahnsinn, wenn ein gewisses Norovirus die Beinchen unter den Küchentisch steckt. Schön zeitversetzt mal bei diesem mal bei jenem. Aber es wird schon werden.)
Also. Here we go:


Sei freundlich.
Stehe mit beiden Füßen fest auf dem Boden.
Heb ab und zu auch mal ab.
Lies gute Bücher.
Wenn du etwas wirklich willst, dann gib Dein Bestes.
Verschwende keinen Gedanken an Perfektion. Den Göttern sei Dank - es gibt sie nicht.
Gehe regelmäßig durch den Wald und höre ihm zu.
Blicke demütig auf dein Leben und erkenne Dein großes Glück.
Blinzele in die Sonne und bestell Dir noch ein Eis.
Urteile nicht vorschnell. Verständnis braucht Zeit.
Erkenne die Schönheit des Andersseins.
Such Dir Verbündete.
Lerne Kochen, Liebe geht durch den Magen!
Hadere nie mit Deinem Schicksal. Aber fordere es ab und an heraus.
Zieh Dich warm an und geh raus. Es gibt kein schlechtes Wetter.
Übe Geduld mit Dir und mit Anderen. 
Hilf Raupen über die Straße - und Kröten auch!
Lerne zu verzeihen. So schläft es sich viel besser.
Verwende immer mehr Engergie darauf Dinge zu ändern, als über sie zu klagen.
Tschakka, Du kannst das!
Verbringe viel Zeit mit lieben Menschen.
Verbringe ausreichend Zeit mit Dir selbst.
Niemals Gewalt!
Tanze wann immer sich die Gelegenheit bietet.
Es ist egal was du trägst, Hauptsache du kombinierst es mit einem Lächeln im Gesicht!
Es steht Dir soo gut!
Sei zuversichtlich und mache immer den nächsten Schritt. Nur so geht es voran.
Musik hilft beim Traurigsein. Und überhaupt bei allem.
Betrachte nichts als selbstverständlich, aber alles als möglich.
Sei gut zu unserer Erde.
Reise, um sie etwas besser kennen zu lernen.
Setze mutig die Segel - nur wo der rauhe Wind pfeift warten die schönsten Abenteuer!
Vergiss nie wo Dein Hafen ist.
Kehre zurück wann immer Dir danach ist.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Vom Wohnen, vom Wohnen mit Kind und von kleinen Wohnungen....achja, und von Pferden ;)

Kochen, Werkeln und Zusammensein. Wohnen und leben, leben und wohnen, letzten Endes dreht sich darum alles, besonders auch in unseren Blogs. Wir mögen es hübsch und praktisch, selbstgemacht und ökologisch. Und werden dabei doch stärker von der vorherrschenden Wohnmode beeinflusst als wir denken. Und ich meine nicht in den Stil unserer Einrichtung, sondern die Wohnstatt an sich.
Vor nun längerer Zeit habe ich geschrieben, dass ich Stunden mit Aufräumen verbringe und mich gefragt, ob unsere Wohnung vielleicht zu klein ist für eine Familie. Ob wir uns nach etwas anderem umsehen müssen. Ob Familien Häuser brauchen, was wir wohl zum Thema Eigentum denken - und das in Zeiten völliger Phantasiepreise für Immobilien. Ob Kinderzimmer eine bestimmte Quadratmeteranzahl haben müssen.
Wir hatten vorerst eine Antwort gefunden, für die wir das Pferd allerdings erst mal von hinten aufzäumen, wenn nicht gar völlig auf den Kopf stellen und an den Hufen aufhängen mussten.
Ach ja, die Antwort lautete: Nö.
Und folgendermaßen sind wir darauf gekommen:
man sollte seine Wohnung wohl zu allererst nach den eigenen Bedürfnissen auswählen. Dazu macht es Sinn, sich seine eigenen Bedürfnisse und Verhaltensweisen einmal bewusst zu machen. Herausgekommen ist, dass keiner von uns im Haus willenlos quer durch die Zimmer läuft. Na gut, einer schon, aber der ist noch sehr klein und braucht nur kleine Zimmer dazu. Ergo: Riesige freie Flächen brauchen wir nicht. Gut!
Der kleine Kerl ist übrigens genauso ungern allein im Raum wie alle Kinder es wohl sind und daher dient das Kinderzimmer eher als Rückzugshöhle. Höhlen sind nie groß wie Fussballplätze. Und wenn sie phantasievoll ausgestaltet und ein bisschen besonders sind, dann werden sie sicher auch noch von größeren Zwergen einem großen Zimmer vorgezogen. Ergo: Riesige Kinderzimmer sind wohl auch nicht nötig.
Wir brauchen viel Stauraum. Das heißt Wände, die sind aber nur bedingt im Zusammenhang mit großen Räumen vorhanden. Regale für Bücher, Bastelkram und alles Mögliche, auch Ablage ist ein absolutes Muss für uns. Dann ist auch die Sache mit dem Aufräumen schnell gegessen. Beim offenen Wohnen, wie es gerade wieder so modern ist, findet sich sowas nicht. Ergo: Kein offenes Wohnen, viel Stellfläche bitte.
Uns sind Wohnlandschaften suspekt. Was soll man da tun? Mehr als mnich langestreckt auch meine Chaiselongue legen kann ich nicht. Was ich mit weiteren 4 Quadratmetern Sofa anfangen sollte ist mir schleierhaft. Ergo: Ein paar bequeme kleine Sitzmöbel, mehrere Tische und tiefe Fensterbänke für die vielen Pflanzen machen für uns mehr Sinn als 30qm Wohnzimmer mit bodentiefen Fenstern und Riesencouch. Dafür sind zwei kleine Zimmer ideal.
Man hätte also unsere Wohnung einfach mit echt guten Regalsystemen richtig auskleiden müssen und wäre sicher auch mit Kind noch eine ganze Weile zu Rande gekommen.
Nun hat sich mein Mann aber doch "nur mal um so zu gucken" einen Imobilienalarm im Internet eingestellt, der auf Traumimobilien in unserer direkten Nachbarschaft aufmerksam machen sollte und tadaa, zwei Wochen später haben wir ein etwa hundertfünfzigjähriges kleines Häuschen eine Straße weiter gemietet (Bilder folgen) und harren nun der Dinge die sich da irgendwann einmal in vielen Jahren in punkto Eigentum ergeben. Ich stelle mir da wahlweise ein Schlösschen in den schottischen Highlands oder einen Bauwagen im Stile Peter Lustigs vor.
Wir haben also, um den Bogen zu spannen, das Pferd wieder von der Decke heruntergelassen und eine Straße weitergetrieben. Wo es nun zufrieden in unserem sehr kleinen Vorgarten steht und in die gleich-groß-wie-in-der-Wohnung-ausgefallene Wohnküche starrt. Wo der kleine Sonnenspross sein Essen durch den ganzen Raum wirft, was aber eine Geschichte für ein anderes Mal ist.

Tatsächlich haben wir viel gewerkelt, genäht, sinniert und eingerichtet in den letzten Monaten. Es gibt vieles zu zeigen und ich freue mich darauf!






Donnerstag, 17. Juli 2014

RUMS die erste!

Heute wird gerumst!
Ich bin doch etwas stolz auf mich, auch wenn ich vorwarnen muss, dass die Fotos ziemlich schlecht geworden sind. Wir fahren heute in Urlaub und ich hatte keinen zur Hand, der ein paar hübsche Bilder macht. Darum habe ich mich sehr unscharf in einem schlecht geputzten Spiegel abgelichtet. Das wird nächstes Mal definitiv besser!
Aber nichts desto trotz habe ich zum ersten Mal seit ich 16 bin (nun bin ich doch tatsächlich 30 - Kinder wie die Zeit vergeht sagen die alten Leutchen) an einen Rock für mich selbst gewagt. Overlock habe ich nicht, Ungeduld dafür umso mehr und so wurden immer nur Dinge für den kleinen Sonnenspross genäht, ohne doofe Abnäher, ruckizucki und aus soooo schönen Jersey Stoffen. Wie letztens geschrieben, gab es auf dem holländischen Stoffmarkt aber auch so unheimlich schöne Stoffe für Erwachsene, oder doch leider ziemlich eindeutig für das weibliche Geschlecht bestimmt, dass ich trotz meiner Phobie gegen geschlechtstypisch eingekleidete Kinderchen keine Kleidung für meinen Kleinen daraus hätte machen wollen. Also war ich - den Göttern sei Dank - gezwungen mir selbst etwas Schönes zu nähen, wenn ich mich mit diesem Stoff umgeben wollte. Und so wurde ein olles 5 Euro Jersey Rock aus dem Schrank gekramt, den ich endlos viel trage, auf den gekauften Soff gelegt, etwas variiert und ausgeschnitten, passendes Bündchen angenäht und - Tadaaaaa:










Der Rock ist etwas länger als die meisten aus dem Laden aktuell sind und man kann ihn darum kurz übers Knie tragen, oder auch höher ziehen. Das Bündchen lässt recht viel Spielraum. Über einer Leggins geht er für den Allltag genauso wie mit Blüschen und schöneren Schuhen für zum Beispiel eine Gartenparty. Oder?
Ich habe, weil ich mich so sehr in die Stoffe verliebt habe beschlossen, dass ich mir in diesem Lebensjahr keine Kleidung kaufe, sondern alles für mich selbst mache. Nach dem Motto "Wenn schon was Neues, dann wenigstens was richtig Schönes." Ich bin sehr gespannt. Jetzt ist´s gesagt, jetzt wird´s gemacht!

Ich verabschiede mich nun bis nächste Woche in unseren ersten Familienurlaub.
Babyschwimmen, Wanderungen und ganz viel Draussen-sein - ich bin sehr gespannt was die Woche bringt und werde berichten.
Bis dann!
Der Sonnenspross






Sonntag, 13. Juli 2014

Samstagskaffee und Sonntagsingwer

Ninja sammelt Heißgetränke und wir haben welche! Wie passend!
Gestern war bei uns Geburtstagskaffee, das heißt die Bialetti Kaffeekanne produzierte im Endlosmodus und stand duftend und blubbernd auf der Herdplatte. Viele Male und mit ihrer kleinen Schwester und einer Milchkanne. Unsere Vorstellung von Wochenende ist eng verknüpft mit diesem Geruch, den keine der anderen Kaffeeproduktionsmethoden nachahmen kann. Filterkaffee, Pad-Maschine und Kaffeebereiter, nichts kommt an die kleinen silbernen Italiener heran.


Heute morgen aber gibt es heißen Ingwer mit Honig. Gegen die Erkältung. Während ich so versuche meinen Reizhusten zu beschwichtigen versucht das Kind seinerseits mich mit seinem einzigen Batterien-Krachmach-Musikspielzeug in den Wahnsinn zu treiben. Manchmal denke ich es zählt mit wie oft es die Tasten drücken kann bevor ich völlig entnervt komme und ihm das Ding abnehme. Aber nicht heute. Nö. Heute bin ich entspannt. Warum? Na weil ich es mir gestern fest vorgenommen habe. Darum. Die Woche war stressig, Schnupfen, Husten, Schreien, Putzen, Babygemosere, schnell Einkaufen, mehr Schnupfen und noch mehr Geschrei. Und Darum habe ich mir gestern vorgenommen heute zu entspannen und den Tag gelassen anzugehen. Mit nichts außer innerer Ruhe und einem Haufen Heißgetränke. In diesem Sinne: Auf entspannte Sonntage. Auf Ninja.